Manchmal entstehen gute Ideen ganz nebenbei. Beim Austausch, beim Kaffee, beim Zuhören. So war es auch bei Fabian Röhrig. Im Rahmen eines Unternehmerfrühstücks in Koblenz lernte er den Geschäftsführer und Mitgründer Marc Helwing von der Project Wings gGmbH kennen, die in Indonesien aktuell das größte Recyclingdorf der Welt errichten.
Die Idee von Fabian Röhrig und Marc Helwing: Menschen von der Arbeit im Amazonas berichten zu lassen und Wissen im Bereich Erwachsenenbildung direkt weiterzugeben.
Fabian war sofort begeistert. Und dachte sich: Das passt zu uns. Also holte er das Team kurzerhand in die Rhein-Mosel-Werkstatt.
Wenig später sitzt die Gruppe beim Angebot der Erwachsenenbildung zusammen – und mittendrin: Finja Weller. Sie erzählt von ihrer Zeit im Amazonas. Von dichtem Regenwald, von besonderen Tieren, aber auch von den Herausforderungen vor Ort.
Schnell wird klar: Das hier ist kein Vortrag, den man einfach nur „absitzt“. Es geht um Zusammenhänge, die uns alle betreffen. Der Regenwald als Klimaschützer, als Lebensraum, als ein Ort, der für das Gleichgewicht unserer Erde wichtig ist.
Und das kommt an.
Die Gruppe hört aufmerksam zu, stellt Fragen, bringt sich ein. Es wird lebendig im Raum.
Frank Nattermann, Mitarbeiter der RMW, sagt:
„Man lernt viel über die Welt, das erweitert den Horizont – und das ist immer gut.“
Genau solche Momente sind es, die den Alltag besonders machen. Lernen passiert hier nicht nebenbei, sondern ganz bewusst.
Auch Hedi Westphal macht deutlich: Werkstatt bedeutet immer auch Entwicklung. Wissen vermitteln, Neues entdecken, gemeinsam wachsen – das gehört fest dazu.
Der Projekttag ging noch weiter: In einem Workshop wurde es ganz praktisch. Gemeinsam wurden Samenbomben hergestellt – kleine Kugeln aus Erde, Ton und Samen. Eine einfache Idee mit großer Wirkung. Sie stehen für eine lebenswerte Welt und dafür, selbst aktiv zu werden.
„Tauch mit uns in die Tiefen des Dschungels ein“ – dieser Gedanke zog sich durch den ganzen Tag. Nicht nur zuhören, sondern erleben, ausprobieren, mitmachen.
Und genau das passierte auch. Die Gruppe war engagiert, tauschte sich aus und brachte eigene Ideen ein. Es ging um Mülltrennung, um bewussteren Umgang mit Energie – und darum, wie jeder im Alltag einen kleinen Beitrag leisten kann.
Was bleibt, ist mehr als ein spannender Einblick in eine ferne Welt.
Es ist das Gefühl: Wir sind Teil davon. Und wir können etwas bewegen.


