2602 RMW RoMo 11

Inklusion trifft Narrenkappe

Kreative Projekte verbinden Karneval und RMW

In der Session 2025/26 wird beim Koblenzer Karneval nicht nur gefeiert, sondern auch Teilhabe gelebt. Prinz Oli I. und Confluentia Ricarda regieren das närrische Volk der Stadt und setzten jüngst ein Zeichen der Zusammenarbeit mit der Rhein-Mosel-Werkstatt. 

In der RMW wurde gemeinsam mit dem kreativen Team um Irina Tkacheva in Koblenz, an einem besonderen Karnevalsprojekt gearbeitet: dem Inklusionsorden. Bei diesem Projekt ging es um Gestaltung des Inklusionsordens. Menschen mit Beeinträchtigung entwickelten gemeinsam mit den Karnevalisten Ideen, Form und Motiv. 

Fabian Röhrig, der die Koblenzer Betriebsstätte der RMW leitet, bringt den Wert dieser Zusammenarbeit auf den Punkt:

„Für uns ist wichtig, dass das Leben in der Werkstatt mehr ist als Arbeit. Es ist auch Freundschaft – und so gehört der Karneval unbedingt dazu. Dass die Mauer zwischen ‚Wir‘ und ‚Ihr‘ immer kleiner wird, ist hier besonders schön sichtbar.“

Auch aus der Karnevalsszene selbst kommt Zustimmung. Prinz Oli I. hat mehrfach betont, wie viel er aus Begegnungen in der RMW mitnimmt: offenherzige Reaktionen, kreatives Mitdenken und echte Freude. Diese Erfahrungen sind es, die für viele Karnevalsjecken den Geist der fünften Jahreszeit ausmachen. 

Beim Karneval 2026 setzte sich Inklusion noch weiter durch, mitten im Rosenmontagszug: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rhein-Mosel-Werkstatt konnten in diesem Jahr gemeinsam auf einem inklusiven Karnevalswagen mitfahren. 

Der inklusive Wagen wurde bewusst so gebaut, dass Menschen mit Behinderung aktiv und barrierefrei am Zug teilnehmen können. Dazu gehören eine elektrische Rampe sowie ausreichend Platz, einschließlich rollstuhlgerechter Ausstattung – eine Herausforderung, die Ehrenamtliche mit viel Herzblut und Unterstützung aus der Region umgesetzt haben. 

Bernd Feith, Vorsitzender der Neuendorfer Karnevalisten und Mitinitiator des Projekts, sieht in dieser Mitfahrgelegenheit mehr als nur einen Jubiläumswagen: Der Wagen ist eine Herzenssache – ein sichtbares Zeichen dafür, dass Karneval für alle da ist, und die Freude und Teilhabe aller am närrischen Treiben ermöglicht. 

Ein besonderes Augenmerk lag in der Zusammenarbeit mit der RMW: Beschäftigte der Werkstatt durften aktiv mitwirken und bei der Gestaltung und beim Bestücken des Wagens mithelfen – eine Form von Teilhabe, die über passives Zuschauen hinausgeht und zeigt, wie kreativ Inklusion gelebt werden kann.


Das könnte Sie auch interessieren